Reise nach Pakistan (3. bis. 21. Okt. 2019)

Der bewährte Bruder blickte besorgt. Nun war ich schon seit einer Woche in Lahore und Umgebung unterwegs und immer wieder konnten Hans S. und ich in den Gemeinden evangelisieren. Eigentlich problemlos. Unsere Übersetzer riefen nach deutlicher Darlegung des Evangeliums zur Bekehrung auf und es gab viele Reaktionen bzw. Entscheidungen. Fast könnte man sagen, bei jedem Gottesdienst bzw. gemeindlichen Treffen. Praktisch täglich sahen wir Frucht.

Es ging darum, so einfach wie möglich das Evangelium zu erklären. Keine schlauen Worte, kein großes Drumherum, die sogenannte Torheit des Kreuzes eben. Und genau das hat Gott beglaubigt mit Seelen, die vielleicht christlich traditionell aufgewachsen waren, aber die Wiedergeburt noch nicht erfahren hatten.

Nie hatte ich das Gefühl der Angst oder Unsicherheit, es könnte Widerstand oder Schlimmeres geben. So fragte ich besagten Bruder, als wir mit einem Minibus uns durch den unglaublich dichtgedrängten Verkehr schlängelten, wo manchmal Motorradfahrer, Biker, Motorrikschas und Autos bis auf wenige Millimeter aneinander vorbeirauschten, ob auch bei solchen Versammlungen in christlichen Vierteln mit Anschlägen von Fanatikern zu rechnen sei. „Jederzeit“, war seine Antwort zu meiner Überraschung.

Gemeindliche Versammlung in einer StadtDann berichtete er, wie er schon vor Jahrzehnten große Mengen Neuer Testamente in Dari und Farsi, der Sprache u.a. eines Teils der Afghanen, nach Peschawar, manchmal unter Lebensgefahr, gebracht hatte. Zwei seiner Mitstreiter sind damals von der Taliban gefangen und zu Tode gefoltert worden.

Erneut wurde mir klar, wie das Gefühl einer gewissen Sicherheit, wie wir es kennen, bzw. gekannt haben, hier so nicht gegeben ist. Die Situation kann sich jederzeit ändern. Eine Art Leben auf Abruf also? Umso mehr waren wir motiviert in der Verkündigung auf den hinzuweisen, der den Tod überwunden hat und allein ewiges Leben garantieren kann, der Herr der Herrlichkeit. So war in fast allen Predigten mein Lieblingsthema und mein besonderer Schwerpunkt Heilsgewissheit gemäß Erste Johannesbrief Kap. 5,13, das Gott offensichtlich beglaubigte.

Von daher war es für mich eine gewisse Enttäuschung, als mir ein junger Bruder erklärte, dass man in Pakistan Christ ist, weil man in einer christlichen Familie geboren wurde. Eben Tradition. Die Denomination ist da zweitrangig. Und da vermischt sich mit manch Christlichem auch mancher Aberglaube. So denken z.B. einige Gläubige, dass, wenn christliches TV den ganzen Tag läuft, dann ihr Haus gesegnet werde.

Insofern könnte man auch die verantwortlichen Ältesten und Pastoren fast ständig in Gottes Wort unterweisen und schulen. Zum Teil geschah dies auch durch unseren Dienst. Das ist auch deswegen verheißungsvoll, weil die Autorität der Bibel in keinster Weise in Frage gestellt wird. Ein aufweichendes Bibelverständnis, wie es sich inzwischen auch im evangelikalen Bereich hier in Deutschland breitmacht, steht in diesen christlichen Kreisen Pakistans nicht zur Debatte.
Jüngstes Beispiel dafür, wie sehr moderne Evangelikale dem Zeitgeist hinterherhecheln, ist ein Artikel in der Zeitschrift „Family“ mit der Überschrift „Unser Kind ist trans*“ (Family, 4/19).

Leiter- und Mitarbeitertreffen in LahoreAls möglicher „Beleg“ für dieses Verhalten wird in der Exegese von Genesis 1,27 ein androgyner Adam (S. 20) thematisiert. Kommentar überflüssig.

In Lahore gibt es bestimmte Viertel, die nur von Christen bewohnt sind. Hier herrscht auch ein gewisses Gefühl der Sicherheit. Auf dem Weg zum biblischen Trainingszentrum in solch einem Gebiet machte mich der leitende Bruder Pastor Ephraim H. auf Tische aufmerksam, die vor einem Versammlungsplatz standen. Dort lief ein Heilungsgottesdienst von Mitarbeitern von Pakistans bekanntesten pfingstlichen „Wunderheiler“ Anwar Fazel. Er gründete und leitet bis heute Isaac-TV, das erste christliche Satelliten-Fernsehen in Pakistan. Er fordert z.B. die Leute auf, ein Glas Wasser auf den Fernseher zu stellen, das nach seinem Gebet dann Heilungskräfte enthalte, nicht nur für Menschen, sondern sogar für Kühe.

Ephraim erzählte mir, wie Anwar Fazel mit Jae Rock Lee von Südkorea zusammenarbeitet, Leiter der Manmin-Gemeinden. Sie schicken jede Menge „heiliges“ Wasser nach Pakistan. Lees Bewegung wuchs von einem kleinen Hauskreis innerhalb kurzer Zeit auf 80 000 Mitglieder (Stand 2004) an, wurde aber wegen zunehmender Irrlehren aus dem Bund koreanischer Kirchen ausgeschlossen. So soll ein Mensch angeblich, wenn er die höchste Ebene der Kraft Gottes erreicht habe „alles Geschaffene kontrollieren und regieren“. Damit könne man beispielsweise den Regen starten, Wolken bewegen, Menschen durch Satellitenfernsehen und Internet-TV heilen oder Tote erwecken“ (zitiert aus ideaSpektrum, 29/2004, S. 26). Dieser blühende Irrlehrer hat auf Einladung deutscher Gemeinden, nachdem Walter Heidenreich begeistert von dieser Gemeinde in Korea schwärmte, ein Heilungsfestival in Oberhausen Oktober 2004 veranstaltet. Besagter Lee ist jedenfalls in Pakistan über seine Ableger und des Dienstes des „Heiligen Wassers“ sehr aktiv.

Anwar Fazel und seine Mitarbeiter fingen zunächst moderat an, doch dann erhielten sie die Gabe, Leute umzuwerfen und begannen in erster Linie Heilung zu predigen und wie wir nur glauben müssen, um gesund zu werden. So ist jeden Mittwoch großer Heilungsgottesdienst angesagt.

Weiter wurde mir berichtet, dass die „Heilungskraft“ auch davon abhängig ist, wie viele Rupees bezahlt werden. Ab einer gewissen Summe betet Anwar Fazel selber, um den gewünschten Erfolg bzw. Heilung. Dann kann man gemäß der Prosperity-Gospel auch mit mehr Wohlstand rechnen. Solch magisch-abergläubisches Denken ist in der Dritten Welt leider sehr verbreitet und wird von manchen dieser „gesalbten Propheten“ skrupellos ausgenützt.

Es stimmte mich traurig, dass in dem christlichen Umfeld in einem Land, wo es nicht einfach ist, Jesus nachzufolgen, auch hier so ein frommer Aberglaube blüht. Wiederum wurde mir bewusst, wie dringend nötig es ist, die Gläubigen in die heilige Schrift zu vertiefen und durch den gesamten Ratschluss Gottes vor solchen „greulichen Wölfen“ (Apg. 20,30) zu schützen. Erneut legten Hans und ich die Betonung auf Treue zum Worte Gottes, gesunde Lehre und regelmäßiges Bibellesen.
Nur der stete Gebrauch des Wortes Gottes hat die Verheißung der Gabe der Geisterunterscheidung. Wie der bewährte Bruder meinte, besteht auch bei der Jugend die Tendenz, mehr Wert auf Popularität denn auf Qualität zu legen. Hans fragte fast jedes Mal, ob die Besucher ihre Bibel mitgebracht haben. Fast wollte er das „Gebot“ erlassen, ein Musikinstrument darf nur derjenige spielen, der auch die Bibel dabei hat.

Hans ist in Leipzig aufgewachsen und seine Familie litt wegen freier Meinungsäußerungen unter politischer Verfolgung. Dadurch lernte er sehr früh bei Nachrichten zwischen den Zeilen zu lesen. Auch gab es damals als Alternative zur DDR-Propaganda das Westradio und Westfernsehen. Er hegte einen tiefen Hass gegen das DDR-Regime mit seinen verlogenen Machenschaften. Erst die Bekehrung zu Jesus entfernte den bitteren Hass aus seinem Herzen. Inzwischen erinnern ihn die Nachrichten der Mainstream-Medien im vereinten Deutschland immer mehr an die damalige geschönte und gleichgeschaltete Hofberichtserstattung der offiziellen linken Ideologie-Vertreter. Angesichts der heutigen weitgehend „alternativlosen“ Medienlandschaft beurteilt er die gegenwärtige Situation und indoktrinierende Stimmungsmache teilweise schlimmer als zu DDR- Zeiten. Seine schmunzelnde Anmerkung: „Das Dresdner Tal der Ahnungslosen, weil es dort keinen Westempfang gab, scheint sich auf ganz Deutschland auszuweiten.“

Besonders tragisch sind die Berichte über entführte junge Mädchen. Ephraims Frau erzählte uns, wie ein begabtes christliches Mädchen auf der staatlichen Schule von der Lehrerin ermutigt wurde, am obligatorischen Islamunterricht teilzunehmen. Gewöhnlich begleitete sie ihre jüngere Schwester. Unter einem Vorwand wurde diese nach Hause geschickt und der Älteren von der Lehrerin eröffnet, dass sie die Prüfung zu diesem Thema brillant bestanden habe. Deswegen brachte man sie in eine Madrasa, also eine Schule, in der Islamwissenschaften unterrichtet werden. Schließlich habe sie auch Arabisch gelernt, somit sei sie nun eine Muslima und wurde deswegen daran gehindert, zu ihrer christlichen Familie heimzukehren. Die Eltern warteten vergeblich auf die Rückkehr ihrer älteren Tochter. Dies geschah vor wenigen Wochen hier in Lahore.

Dörfliche IdylleEs ist einfach tragisch und dieser Fall ist nur die Spitze eines Eisbergs. So haben gemäß Catholic News Nachforschungen ergeben, dass in der Punjab-Provinz in einem Jahr ungefähr 700 christliche und hinduistische Mädchen entführt worden sind. Wenn es dann heißt, sie sind zum Islam konvertiert oder haben einen moslemischen Mann geheiratet, sind den Eltern gewöhnlich die Hände gebunden.

Bemerkenswert war auch die Reaktion auf den Terroranschlag am 11. Sept. 2001. Es herrschte, wie mir von verlässlicher Seite berichtet wurde, Jubelstimmung im Lande und nach diesem Ereignis erhielten viele Neugeborene den Namen Osama.

Pakistan heißt eigentlich, das Land der Reinen. Doch wie ein erfahrener Bruder etwas sarkastisch bemerkte, vom Standpunkt der Hygiene ist das ganze Land eine „Toilette“. Die sanitären Verhältnisse sind oft beklagenswert. In Dörfern, die wir zwecks Verkündigung besuchten, floss öfters ein  schwarzgraues Rinnsal neben den Wegen und Straßen entlang. Armut und Schmutz vereint in einer unreinen Symbiose. Ein junger Bruder berichtete mir auch, wie eine Auswertung der Aufzeichnungen der Kommunikationssatelliten ergab, dass im Raum Asien die meisten Pornofilme von Pakistan aus abgerufen wurden. Und ein Smartphone hat bald jeder.

Erschütternd war öfters der Anblick von Bettlern. An fast jeder größeren Kreuzung warteten sie, um an die Scheiben der Autofahrer zu klopfen und um Geld und anderes zu betteln. Mütter mit BabysLändliche Gemeindeversammlungauf den Armen. Verkrüppelte Gestalten, die durch ihr Äußeres Mitleid erregen sollten. Ich musste mich an diese Bilder von solchem Elend und dieser Armut neu gewöhnen. Andererseits ist das Land erstaunlich fruchtbar und ernährt offenbar immer noch eher problemlos seine bald 200 Millionen Einwohner.

Schlimm ist auch der Verkehr und das alltägliche Gedränge auf den Straßen. Es herrscht ein Lärm, Gestank und eine Luftverschmutzung mit ungefiltertem Ausstoß jeder Menge Verbrennungsgase, dass man bei dem „tapferen“ Versuch deutscher „Klimaretter“ an Don Quichottes Kampf gegen die berühmten Windmühlen erinnert wird. Die Partei mit einst christlichen Werten ist dank irrationaler Ängste und systematischer Infiltration ökosozialistischer Doktrinen zu einer CO2- gläubigen Sekte der Klimaapokalypse degeneriert.

Eine Generation, anstatt sie in der Furcht Gottes zu erziehen, wie es noch im Grundgesetz verankert ist, nun aber Kohlendioxid als die große Gefahr vorgaukeln kann, ist offensichtlich von Gott dahingegeben. Es erfüllt sich wenig schmeichelhaft, dafür prophetisch zutreffend Jes. 3,12: Kinder sind Gebieter meines Volks, und Frauen beherrschen es. Mein Volk, deine Führer verführen dich und verwirren den Weg, den du gehen sollst!

Dabei ist die Entstehung dieses Landes selber bald eine Tragödie. Am intensivsten bestand bei den Unabhängigkeitsverhandlungen von der englischen Kronkolonie ein gewisser Muhammed Ali Jinnah darauf, dass von Britisch-Indien ein moslemischer Teil abgespalten werden sollte. Er ist der Gründungsvater Pakistans und Jinnahs Geburts- und Todestag sind nationale Feiertage. Obwohl kein besonders religiöser Moslem, war es sein sehnlichster Wunsch, nach dem 2. Weltkrieg das erste moslemisch regierte Land zu gründen. Ein Land der Reinen eben.

Clement Attlee, der sozialistische Premierminister Englands, der die Wahl zum Kriegsende gewann, wollte Indien sogleich, ganz gegen den Willen Churchills, in die Unabhängigkeit entlassen. Als sozialistischer Humanist glaubte er eben an den mündigen, autonomen und in sich guten Menschen. Von Sünde, der Macht der Dämonie, Verderbtheit, Aberglauben bis Götzendienst, Korruption und Lüge war natürlich bei diesen Propheten der neuen Weltordnung keine Rede. Und so wurde dieser Subkontinent geteilt und wie man später konstatierte, zu früh in die Unabhängigkeit entlassen. Was wenige wussten, Ali Jinnah, der unnachgiebig auf dieser Teilung bestand, hatte Tuberkulose im fortgeschrittenen Stadium. Das war damals das bestgehütete Geheimnis. Auch Lord Mountbatten, der damalige Vizekönig Indiens und Leiter der Verhandlungen gestand: Wäre ihm dies bekannt gewesen, hätte er die Verhandlungen hinausgezögert und somit womöglich die Entstehung eines West- und Ostpakistans verhindern können.

So aber wurde Cyril Radcliffe beauftragt, das Land zu teilen. Das Ergebnis war eine riesige Völkerwanderung von Hindus zum Teil von West nach Ost und Moslems von Ost nach West bzw. umgekehrt. Millionen Menschen waren auf der Flucht, hunderttausende Tote zu beklagen und über zahllose moslemische wie Hindu-Familien kam unglaubliches Elend und Leid. In dem Klassiker

„Um Mitternacht in die Freiheit“ kann man solche Beispiele von erschütternden Tragödien nachlesen. Der sozialistische Gutmensch hatte mit seiner so „humanistischen“ Großtat millionenfaches Elend bewirkt. Nur weil Europa noch mit den schrecklichen Nachwehen des 2. Weltkriegs zu ringen hatte, deswegen hat sich diese religiös motivierte, verheerende

Völkerwanderung nicht in das kollektive Gedächtnis der Nachkriegsgeneration eingebrannt.

Die Stadt Lahore, in der Hans und ich die meiste Zeit verbrachten und von dort auch zu den einzelnen Orten fuhren, ist ein beredtes Beispiel dieser geschichtsträchtigen Trennung. Während gemäß Wikipedia Lahore zur Zeit Britisch-Indiens eine kosmopolitische, tolerante Metropole war, in der viele religiöse Gemeinschaften nebeneinander lebten, erfuhr diese Stadt die schlimmsten Ausschreitungen während der Teilung. Massaker spielten sich zwischen allen drei religiösen Gruppen, den Moslems, Hindus und Sikhs ab. Sie waren sowohl Täter wie Opfer zugleich.

Nachbarn, die jahrzehntelang friedlich neben- und miteinander gewohnt hatten, begannen wie in Raserei sich gegenseitig abzuschlachten. Ursprünglich war geplant, Lahore an Indien abzutreten, doch zuletzt entschied sich die Grenzkommission für Pakistan. Am Unabhängigkeitstag, dem 14. August 1947, war die Trennungslinie, die Cyril Radcliffe festgelegt hatte, noch nicht bekannt gegeben worden. So erschallten die Rufe „Lang lebe Pakistan“ und Allahu Akbar“ und dazwischen eingestreut „Lang lebe Hindustan“ die ganze Nacht.

Das Ergebnis dieser verfrühten Unabhängigkeit, wie bereits erwähnt, waren millionenfaches Leid, Elend und Chaos und eine größere Flüchtlings- bzw. Vertreibungswelle als in Europa als Folge des 2. Weltkriegs. Etwa 20 Millionen Menschen wurden im Zuge dieser Aufteilung Britisch-Indiens deportiert, vertrieben oder umgesiedelt. Inzwischen gab es vier Kriege zwischen diesen Ländern.

Nun, das ist Vergangenheit und in diesem Teil Lahores, Christian Town, in dem Hans und ich untergebracht waren, schien alles friedlich. Insofern war ich etwas überrascht, als ich bei Wikipedia über diese Großstadt mit mehr als 11 Millionen Einwohnern las: „Im März 2013 griffen aufgebrachte Muslime die christliche Minderheit im Stadtteil Joseph Colony an, nachdem in einem Streit zwischen zwei Bekannten ein Muslim einen Christen der Blasphemie beschuldigt hatte. Der Mob brannte zwei Kirchen und mehr als 150 Häuser christlicher Familien nieder bzw. zerstörte diese. Die Polizei griff nicht ein. Der Unwille von Polizei und Behörden, die Christen zu schützen, führten zu einer Massenflucht; etwa 4.000 Christen verließen Lahore."

Erst am 16. Oktober reisten Hans und ich endgültig aus dieser Hauptstadt des Punjabs ab und fuhren nach W. weiter, ein Dorf mit ungefähr gleicher Anzahl Moslems und Christen. Auch da wurde wieder evangelisiert. Am nächsten Tag erlebten Hans und ich in dem naheliegenden Dorf R. buchstäblich einen offenen Himmel. Zunächst wörtlich, weil von diesem Gemeindegebäude nur die Seitenwände vorhanden sind, also kein Dach vorläufig existiert. Doch durch die Botschaften von uns gab es besonders viele Entscheidungen an diesem Abend. Fast könnt man von einer reichen Ernte bzw. erwecklichen Stimmung sprechen. Allerdings, Gott allein weiß, was echt ist.

Erst am Wochenende erreichten wir Rawalpindi. Insgesamt haben wir in ca. 15 Dörfern gepredigt, evangelisiert und unterrichtet, Schulungen und Verkündigungen in den verschiedenen christlichen Gemeinden und Treffen vorgenommen. Neben äußerer Bewahrung und innerer Freimut schenkte der treue Herr auch erstaunlich viel positive Resonanz, Entscheidungen und dankbare Abnahme des Gesagten. Soli Deo gloria.

An dieser Stelle möchte ich auch jenen meinen besonderen Dank aussprechen, die diese Reise zum Teil großzügig finanziell unterstützt haben und deren Identität wir manchmal gar nicht feststellen konnten. Mit dem reichlich gespendeten Geld, dessen Verwalter wir nur waren, konnte den Geschwistern in vielen Bereichen geholfen werden. Die Lebensverhältnisse sind für verwöhnte Mitteleuropäer manchmal erschreckend. Umso dankbarer war man, mancher finanziellen Not abhelfen zu können. So gab es Hilfe für Gemeindebau, Geld für ärztliche Behandlungen und Medikamente, Literaturarbeit und Unterstützung von Mitarbeitern in Evangelisation, Jugend- und Gemeindearbeit. Aber vor allem den treuen Geschwister und betenden Mitstreitern sei von Herzen gedankt. Wir merkten, wie wir von der Gnade Gottes getragen wurden. Erst die Ewigkeit wird zeigen, was diese Fürbitte alles an Bewahrung, Frucht und Segen bewirkt hat.

Alexander Seibel


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